Fachbeitrag · Beschattung
Beschattung neu denken: Warum der Storen-Ersatz im Winter der ideale Moment ist
Schweizer Eigentümerinnen und Eigentümer investieren meist erst dann in neue Storen, wenn die alten streiken. Wer stattdessen im Winter plant, sichert sich Wohnkomfort, Energieeffizienz und Werterhalt zugleich.
Christian Meier
Geschäftsführer, Wälty Storen AG · 8 Min. Lesezeit
Der Sommer 2026 hat es erneut deutlich gemacht: Hitzewellen sind in der Schweiz längst kein Ausnahmefall mehr, sondern gehören zur neuen Realität [1]. Gebäude, die einst auf strenge Winter ausgelegt wurden, stehen heute vor der gegenteiligen Herausforderung: Sie müssen ebenso wirksam vor Hitze schützen wie vor Kälte.
Hitzesommer sind die neue Normalität
Schlecht gedämmte Altbauten heizen sich tagsüber stark auf und kühlen nachts kaum mehr ab. Das belastet Mieterschaft und Eigentümerschaft gleichermassen und treibt den Energieverbrauch fürs Kühlen deutlich in die Höhe. Sommerlicher Wärmeschutz muss deshalb heute gleichwertig neben der klassischen Heizenergieeinsparung in jede Sanierungsplanung einfliessen.
Das Bundesamt für Energie (BFE) macht die Grössenordnung greifbar: Pro Grad Celsius, um das ein Raum im Sommer zusätzlich gekühlt werden muss, steigt der Energieverbrauch der Klimakälte um 3 Prozent [2]. Die empfohlene Arbeitstemperatur liegt zwischen 22 und 26 °C — wer darunter kühlt, zahlt überproportional drauf [2].
Wenn die alten Storen streiken: Ein Moment der Entscheidung
Viele Liegenschaften in der Region Zürich sind mit Lamellenstoren, Rollläden oder Markisen ausgestattet, die vor 20 bis 30 Jahren installiert wurden. Die Mechanik ermüdet, die Stoffe vergilben, die Steuerungstechnik ist veraltet. Blockieren die Storen dann ausgerechnet im Hochsommer, wird der Ersatz meist unter Zeitdruck organisiert — ausgerechnet in der Saison, in der jeder Handwerksbetrieb ausgelastet ist.
Wer den Storen-Ersatz nur als Reparaturauftrag versteht, verschenkt Potenzial.
Eine moderne Beschattungsanlage ist weit mehr als der Nachfolger eines verschlissenen Behangs — sie ist ein aktiver Beitrag zum sommerlichen Wärmeschutz, zur Energieeffizienz und zur Wertbeständigkeit der Immobilie.
Was die Forschung zu Aussenbeschattung zeigt
Mehrere unabhängige Untersuchungen kommen zum selben Ergebnis: Aussenliegender Sonnenschutz — Raffstoren, Lamellenstoren, Fensterläden oder Fassadenmarkisen — ist wirksamer als innenliegende Lösungen, weil er die Wärmestrahlung bereits vor der Fensterscheibe abhält, statt sie erst im Raum abzufangen [3, 5].
Das Bundesamt für Energie beziffert die Wirkung konkret: Aussenliegende Beschattungssysteme reduzieren die Wärmeeinstrahlung um bis zu 75 Prozent [2]. Noch eindrücklicher sind die Werte für geschlossene aussenliegende Lamellenstoren: Sie können bis zu 98 Prozent der solaren Einstrahlung abhalten, bevor diese überhaupt die Fensterscheibe erreicht [3].
Auch international bestätigt die Forschung diesen Zusammenhang. Eine 2024 in der Fachzeitschrift Heliyon publizierte Simulationsstudie zu festen Dachbeschattungssystemen zeigt eine jährliche Reduktion der Kühlenergie von bis zu 30,38 Prozent [4]. Untersuchungen zu Sanierungsprojekten in unterschiedlichen Klimazonen bestätigen zudem, dass gut geplante Beschattungssysteme sowohl den Energiebedarf senken als auch den thermischen Komfort spürbar verbessern [6, 7, 8].
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Der Winter ist die beste Planungszeit
Die Überlegung ist naheliegend, wird aber selten konsequent umgesetzt: Wer im Winter plant und bestellt, ist für den nächsten Sommer gewappnet.
- Handwerker sind verfügbar. Die Hochsaison für Storen und Beschattungssysteme beginnt im Frühjahr. Wer im Winter bestellt, bekommt frühere Termine und kürzere Lieferzeiten.
- Die Steuerungstechnik lässt sich in Ruhe einstellen. Das BFE empfiehlt, Sonnen-Schwellwert, Wind-Schwellwert und Zeitschaltprogramm rechtzeitig zu überprüfen [2].
- Fördergelder lassen sich frühzeitig beantragen. Kantonale Gebäudeprogramme und Pronovo unterstützen energieeffiziente Sanierungen.
- Im Winter nutzt die Sonne bereits. Tagsüber geöffnete Storen lassen die tiefstehende Wintersonne in den Raum und tragen zur passiven Heizung bei.
Nachrüsten ja — aber richtig
Beschattungselemente sollten bei einer Sanierung von Anfang an mitgeplant werden. Idealerweise verbindet man den Storen-Ersatz mit ohnehin anstehenden Arbeiten an Fassade, Dach oder Heizung — so verteilen sich die Kosten, und die Gewerke lassen sich koordinieren.
Für die Schweizer Norm SIA 180 gibt der sommerliche Wärmeschutz einen Orientierungsrahmen. Der Gebäudeausweis der Kantone (GEAK) wird bei Handänderungen und Mieterwechseln zunehmend nachgefragt — energieeffiziente Gebäude erzielen tendenziell höhere Mieten und eine langfristig höhere Wertbeständigkeit.
Wälty Storen: Ihr Spezialist für den ganzen Weg
Die Wälty Storen AG aus Ebmatingen und Küsnacht bei Zürich plant und montiert seit über 50 Jahren inhabergeführt Sonnen- und Wetterschutzlösungen von der ersten Beratung bis zur fachgerechten Montage [9]. Der Betrieb ist markenunabhängig und übernimmt Neuinstallationen ebenso wie Reparaturen, Modernisierungen und die Erweiterung von Bestandssystemen.
Wälty Storen prüft die Anlage vor Ort, berät zur sinnvollen Modernisierung und sorgt dafür, dass der Storen-Ersatz aktiv zur Energieeffizienz und zum Wohlbefinden beiträgt.
Häufige Fragen
Wie viel Energie spart Aussenbeschattung im Sommer?
Aussenliegende Beschattung reduziert die Wärmeeinstrahlung um bis zu 75 Prozent, geschlossene aussenliegende Lamellenstoren blockieren bis zu 98 Prozent der solaren Einstrahlung.
Wann ist der beste Zeitpunkt für den Storen-Ersatz?
Der Winter: Handwerksbetriebe haben freie Kapazitäten, die Steuerung lässt sich in Ruhe einstellen, und Fördergesuche können frühzeitig eingereicht werden.
Ist aussenliegende Beschattung wirklich wirksamer als innenliegende Lösungen?
Ja. Aussenliegende Systeme halten die Wärmestrahlung vor der Fensterscheibe ab, während innenliegende Lösungen die Strahlung erst im Raum abfangen. Innenliegende Elemente sind dennoch besser als gar kein Sonnenschutz.
Gibt es Fördermöglichkeiten für den Storen-Ersatz in der Schweiz?
Kantonale Gebäudeprogramme und das Förderprogramm von Pronovo unterstützen unter bestimmten Voraussetzungen energieeffiziente Sanierungsmassnahmen. Die Bedingungen unterscheiden sich je nach Kanton — eine frühzeitige Abklärung lohnt sich.
Beratung
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Wälty Storen berät Sie unverbindlich vor Ort — markenunabhängig, mit über 50 Jahren Erfahrung.
Quellen
- SmartLandlord: Klimahitze 2026: So schützen Schweizer Eigentümer ihr Gebäude richtig, 25. Juli 2026. smartlandlord.ch
- Bundesamt für Energie (BFE): Beschattung: im Sommer die Sonne konsequent aussperren. pubdb.bfe.admin.ch
- British Blind and Shutter Association (BBSA): Solar Shading: The Key to Energy Efficiency, Juli 2026. bbsa.org.uk
- Méndez, J.I. et al.: A static rooftop shading system for year-round thermal comfort and energy savings in hot climates, Heliyon, 2024. DOI: 10.1016/j.heliyon.2024.e31599
- Labona / IMP Net: Wie hilft die Beschattungstechnik, Heiz- und Kühlkosten zu sparen?, 19. März 2025. elabona.de
- Żukowska-Tejsen, D. et al.: Solar control solutions for reducing overheating risks in retrofitted Danish apartment buildings from the period 1850–1900, CLIMA 2019. DOI: 10.1051/E3SCONF/201911103051
- Galiano-Garrigós, A. et al.: Influence of Sun Shading Devices on Energy Efficiency, Thermal Comfort and Lighting Comfort in a Warm Semi-Arid Dry Mediterranean Climate, Buildings, 2024. DOI: 10.3390/buildings14020556
- Carpino, C. et al.: Multi-Objective Analysis of a Fixed Solar Shading System in Different Climatic Areas, Energies, 2020. DOI: 10.3390/en13123249
- Wälty Storen AG: Website — Storen & Sonnenschutz Zürich, 2026. waelty-storen.ch
